22.2.06

EU lockert Impfverbot

Die Europäische Union hat Frankreich und den Niederlanden eine vorbeugende Impfung besonders gefährdeter Geflügelbestände genehmigt. Ausschlaggebend sei das erstmalige Auftreten des H5N1-Erregers bei Hausgeflügel gewesen - es handelt sich dabei um Hühner, die sich im Grazer Tierheim bei einem erkrankten Schwan angesteckt hatten. Für die geimpften Bestände wird es weder Handelsbeschränkungen noch eine Stallpflicht geben.

In Deutschland wird eine vorbeugende Impfung derzeit sowohl vom Bundeslandwirtschaftsministerium als auch vom Bauernverband abgelehnt. Lediglich für Rassegeflügel ist eine Genehmigung beantragt. Die FDP forderte heute erneut generell eine solche Erlaubnis.

Impfungen hält der Tierseuchenspezialist Prof. Anton Mayr für "moderne Methoden" der Tierseuchenbekämpfung, deren Ablehnung nicht dem Tierschutzgesetz entspräche. In der öffentlichen Auseinandersetzung fehlt ein Argument. Vakzine müssen jedem Tier einzeln verabreicht werden und machen Impfungen teuer. Spitz kalkulierende Agrarmanager mögen deshalb mit der heutigen Situation besser fahren und nun in Erklärungsnot geraten.

Foto: Grippeimpfstoff (Lance Redding) - Lizenz: gemeinfrei (public domain)


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