17.2.06

Vogelgrippe 2

Singschwäne sollen auf ihrem Weg nach Westen die Vogelgrippe nach Rügen gebracht haben, glaubt man im Landwirtschaftsministerium. Neben Schwänen sind auch Kormorane, Möwen, Seeschwalben und eine Kanadagans der Seuche zum Opfer gefallen.

Unsere Politiker erweisen sich als Damen und Herren der Lage: der Bundesminister will Rügen desinfizieren, Frau Höhn fordert mobile Einsatzstationen (übersetzt: fahrbare Schlachtanlagen), über die Kompetenzverteilung ist ebenso nachzudenken wie über das Versagen der Behörden. Die EU hat umgehend strengere Bestimmungen verhängt und auch in Niedersachsen, wo zwei Drittel aller deutschen Hühner leben, können täglich bei Bedarf eine halbe Million Tiere geschlachtet werden.

Nachzutragen bleibt mir deshalb wenig:

  • Im Grazer Tierheim wurden heute morgen alle Vögel notgeschlachtet, weil dort ein Schwan mit Vogelgrippeverdacht aufgenommen wurde.

  • Der Geflügelabsatz in Italien ist um 70% eingebrochen.

  • Der WDR informiert über die mögliche Gefährdung von Haustieren und wiegelt ab.

  • Wer wissen möchte, wie unter Normalbedingungen Hühner geschlachtet werden, möge einen Blick auf die Webseiten soylent-network und Vegetarismus.ch werfen.

  • Zum Schluß noch ein Blick nach Riems - dort wurde vorigen Herbst ein Impfstoff gegen aviäre Influenza und Herpes entwickelt. Er erlaubt die Unterscheidung geimpfter von erkrankten Tieren.

Es geht vorwärts. Oder?


Foto: Influenza_A-Viren (golden eingefärbt) - Lizenz: gemeinfrei (public domain)


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