22.3.06

EU genehmigt Alternativverfahren

In der Europäischen Union sind sechs Alternativverfahren zu Tierversuchen zugelassen worden. Sie sollen bessere Ergebnisse als Tierversuche erbringen und deshalb das Risiko in klinischen Versuchen mit Menschen reduzieren [1].

Alternativverfahren reduzieren Tierleid, beenden können sie es nicht. Die Zellen müssen gewonnen werden. Dafür sterben Tiere, wenn auch weniger als für klassische Tierversuche. Die Zellkulturen müssen wachsen. Die Nährstoffe dafür liefert oft sogenanntes "Kälberserum" (FBS oder FCS) [2*], [3*].

Eine anschauliche Beschreibung des Problems finden Sie in "Zellkulturverfahren - wirklich ohne Leid für das Tier? des Agrarwissenschaftlers Dr. Carlo Jochems [4]. An der Herstellung serenfreier Zellkulturlösungen wird gearbeitet.


[1] EU: Alternativen zum Tierversuch bewilligt - ORF on science vom 22.3.06
[2]Fetal bovine serum - englischsprachiger Wikipedia-Artikel über "Kälberserum"
[3] Blood plasma - englischsprachiger Wikipedia-Artikel über "Blutplasma" und die Verwendung von Kälberserum
[4] Zellkulturverfahren - wirklich ohne Leid für das Tier? - ins Deutsche übersetzte Zusammenfassung des Berichts "Report on the Use, Trade and Harvest of Livestock Sera"
von Carlo Jochems


Weiterführende Links:

Report on the Use, Trade and Harvest of Livestock Sera - Bericht im Original
Homepage von Netherlands centre of alternatives to animal use - Informationsplattform zu Alternativverfahren zu Tierversuchen (englisch/niederländisch)
Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen - mit einer Liste serumfreier Zellkulturmedien
Weniger Dreck in Zellkulturen - ein Forschungsprojekt an der ETH Zürich zum Ersatz von Kälberserum


Foto: Kuh mit Kalb in Schottland - Lizenz: GFDL
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