16.3.06

Kommunikationsprobleme unter Vogelgrippe-Forschern

Forscher halten H5N1-Sequenzdaten zurück, berichtete das österreichische Fernsehen. Nicht alle Forschungseinrichtungen, in denen der Aufbau des H5N1-Virus untersucht wird, stellen ihre Ergebnisse zeitnah anderen Forschern zur Verfügung [1].

Nach einem Artikel des Wissenschaftsmagazins "Science" bestehen Zielkonflikte, für die ein Ausgleich gefunden werden muß. Eine optimale öffentliche Gesundheitsfürsorge verlangt nach möglichst vielen Daten, die rasch zur Verfügung stehen sollen. Dem entgegen stehen Ansprüche der Forscher nach Publikation ihrer Ergebnisse und Wünsche einzelner Länder nach Geheimhaltung [2].

Ilaria Capua, eine italienische Virologin, schlägt eine gemeinsame Datenbank für Arbeitsergebnisse der Influenzaforscher vor, um Entwicklung und Ausbreitungswege des Virus besser erforschen zu können. Üblich ist bisher ein geschützer Datenaustausch einiger Forschungslaboratorien. Dieses Verfahren wird von der Welternährungsorganisation WHO befürwortet, um Daten aus Ländern zu erhalten, die sich an einer anderen Art des Austausches nicht beteiligen würden.


[1] Forscher halten H5N1-Sequenzdaten zurück - orf on science, 16.03.06
[2] As H5N1 Keeps Spreading, a Call to Release More Data - Science 3 March 2006: Vol. 311. no. 5765, p. 1224


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