16.3.06

Perfektionierte Keulung

Ein Team amerikanischer Wissenschaftler hat nach effizienten Keulungsmethoden für Geflügel geforscht.

Zwanzig Arbeitskräfte werden benötigt, um die Tiere unter Polyäthylenfolie mit Kohlendioxid zu begasen, wie es bis jetzt in den USA üblich ist. Für etwa gleich tiergerecht ("humane"), aber weniger arbeitsintensiv, halten die Ingenieure die Tötung durch einen "Schutzteppich" von Feuerlöschschaum, der mit Kohlendioxid versetzt ist [1*], [2*]. Dazu werden nur ein bis zwei Menschen gebraucht.

Vergleiche der Methoden zeigten, daß in beiden Fällen jeweils zwischen zwei und drei Minuten vergingen, bis die Tiere tot waren. Der Einsatz von Kohlendioxid löst Panik aus, da die Tiere das Gas als gefährlich wahrnehmen können. Deshalb lehnen Tierschützer den Einsatz von Kohlendioxid zum Keulen ab. Eine Alternative bietet der Einsatz von Gasen wie Argon, da die für die Auslösung von Angst- und Streßreaktionen notwendigen Rezeptoren fehlen [3*].

Zur Erinnerung: bei den vorsorglichen Tötungen der Tiere auf Rügen wurde ebenfalls Kohlendioxid eingesetzt [4].


[1] Zusammenfassung der Studienergebnisse - Poultryscience.org, August 2005
[2] Evaluating the Use of Fire Fighting Foam in Mass Poultry Euthanasia - Zusammenfassung eines Artikels zur gleichen Studie, American Society of Agricultural and Biological Engineers
[3] Poultry Stunning and Slaughter Seminar - Mitschrift von Karen Davis, Vorsitzende von United Poultry Concern (UPC)
[4] Bericht in "Tier und Mensch" vom 21.02.06

*Links in englischer Sprache


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