18.3.06

Vogelgrippe im Nahen Osten - Israel vergiftet Geflügelbestände

In Ägypten starb eine Frau an Vogelgrippe. Sie hatte mit Hühnern in ihrem Haus zusammengelebt. In Israel beschränkt sich der Ausbruch der Seuche auf Geflügel - bei Menschen konnte das Virus nicht nachgewiesen werden [1].

Am Donnerstag hatte es dort erste Verdachtsfälle gegeben. Vorläufige Tests deuten auf eine H5N1-Infektion hin. Israelische Behörden haben die Tötung aller Tiere in einer Sperrzone von 3 km um die betroffenen Betriebe angeordnet, um die Ausbreitung der Seuche zu vermeiden. Mindestens 200.000 Geflügeltiere werden durch Zumischung von Gift ins Trinkwasser getötet werden [2].

Die Zeitung Ha'aretz berichtet von Problemen bei den Massentötungen. Die israelische Geflügelwirtschaft ist in Sorge wegen eines möglichen Boykotts von Geflügelfleisch, der mehr Schaden anrichte als die Vernichtung der Geflügelbestände. Die EU hatte bereits gestern ein Importverbot für Geflügel aus Israel erlassen .


[1] Ägypterin stirbt an Vogelgrippe - Basler Zeitung vom 18.03.06
[2] Authorities start culling infected birds in south - Artikel aus der englischen Ausgabe von Haaretz vom 18.03.06
[3] Kuhreiher - Artikel aus Wikipedia


Foto: Kuhreiher - Lizenz: gemeinfrei (public domain)
Kuhreiher [3] sind angeblich während der Keulung zwischen verendeten Truthühnern gesehen worden und gelten als Überträger von H5N1-Viren.

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