10.3.06

Vogelgrippe in Kommentar und Politik

In seinem Kommentar "Lasset uns gemeinsam bangen" nimmt Otto Ranftl vom Wiener Standard unseren typisch menschlichen Umgang mit dem Phänomen "Vogelgrippe" aufs Korn. Wir informieren uns, aber selektiv. Wir sind interessiert, aber eigentlich nur an ganz banalen Dingen, nämlich wie es morgen weitergeht...[1].

Die Frage "Wie konnten die Grazer Katzen überleben?" ist im Licht dieses Artikels dann auch nur noch für Katzenfreunde und Tierschützer interessant. [2].


Heute hat eine zweitägige Konferenz der deutschen Landwirtschaftsminister begonnen. Wichtigstes Thema ist die Vogelgrippe und eine Verständigung über die Verteilung der Kompetenzen von Bund, Ländern und Gemeinden. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer verlangt in "Fällen mit globalen Auswirkungen" die Federführung für die Strategie und die Koordination der Maßnahmen. Entscheidungen werden erst morgen fallen. [3]

Die Ursachenforschung bei der Vogelgrippe dürfe nicht vernachlässigt werden, fordert der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU). Viele Bürger neigten dazu, vor allem in Wildvögeln die Verursacher der Vogelgrippe zu sehen, obwohl es nur eine verschwindende Zahl erkrankter Tiere gebe. Chinesische Geflügelhaltungen würden jedoch kontaminierte Abfälle als Dünger für Feld- und Fischwirtschaft entsorgen. Ein Verhalten, das "massive Risiken" berge. [4], [5]

[1] Lasset uns gemeinsam bangen - Standard, Printausgabe vom 9.3.06
[2] Experten-Streit um H5N1-infizierte Katzen: Waren Tests fehlerhaft? - Oberösterreichische Nachrichten vom 9.3.06
[3] Agrarminister diskutieren über Vogelgrippe - Südwestrundfunk, Nachrichten Rheinland-Pfalz vom 9.3.06
[4]NABU: Ursachenforschung zur Vogelgrippe darf nicht in Sackgasse geraten - Pressemitteilung vom 9.3.06
[5]Die Seuche aus der Hühnerfabrik - Financial Times Deutschland vom 3.3.06


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